Heizgesetz 2026: Reform beschlossen
Die Bundesregierung hat sich auf eine Überarbeitung des Heizgesetzes geeinigt. Mehr Flexibilität, neue Kostenteilung.
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Die aktuelle Bundesregierung (CDU/CSU + SPD) hat sich auf eine Reform des umstrittenen Heizgesetzes geeinigt. Das bisherige Gesetz – oft als „Habeck-Heizungsgesetz“ bezeichnet – wird deutlich entschärft und flexibler gestaltet. Die wichtigste Neuerung: Eine Kostenbremse, die Mieter spürbar entlasten soll.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Heizgesetz wird überarbeitet und flexibler gestaltet
- Mieter und Vermieter teilen sich künftig viele Kosten (50/50)
- Gas- und Ölheizungen bleiben erlaubt – mit Auflagen ab 2029
- CO₂-Kosten werden zwischen Mieter und Vermieter aufgeteilt
- Ziel: Heizen bezahlbar halten – trotz Energiewende
Die wichtigste Änderung: Kostenbremse für Mieter
Bisher war die große Sorge vieler Mieter: Wer zahlt am Ende die Zeche für neue Heizungen und steigende Energiepreise? Die Antwort des neuen Gesetzes ist klar: Kosten werden geteilt.
Neue Kostenteilung: 50 % Mieter / 50 % Vermieter
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Kostenteilung
Künftig müssen sich Mieter und Vermieter viele Kosten teilen. Das betrifft:
- CO₂-Kosten – bisher trugen Mieter den Großteil
- Gaspreise (inkl. Biogas-Anteil)
- Netzentgelte – ebenfalls hälftig
Warum ist das so wichtig?
Gas- und Ölheizungen bleiben erlaubt
Eine der größten Änderungen gegenüber dem ursprünglichen Entwurf: Du darfst weiterhin eine Gasheizung einbauen und Ölheizungen nutzen. Das Verbot für fossile Heizungen ist vom Tisch.
Ab 2029: Steigende Pflicht für grünes Gas
Ab 2029 müssen Gasheizungen einen steigenden Anteil an „grünem Gas“ nutzen – zum Beispiel Biomethan oder synthetische Kraftstoffe. Diese sogenannte „Bio-Treppe“läuft stufenweise bis 2040.
Neue Regel: Grüngasquote ab 2028
Schon ab 2028 müssen auch bestehende Heizungen teilweise mit klimafreundlichen Alternativen betrieben werden. Der Pflichtanteil steigt stufenweise an:
Grüngasquote – geplanter Anstieg
CO₂-Kosten werden fair aufgeteilt
Der CO₂-Preis steigt weiter – 2026liegt er bei 55 €/Tonne. Die entscheidende Neuerung: Mieter zahlen nicht mehr alles allein. Künftig beteiligt sich der Vermieter an den CO₂-Kosten.
Bisher
Vermieter entscheidet über Heizung
Mieter zahlt laufende Kosten (100 %)
→ Falsche Anreize – teure Heizungen für Mieter
Neu ab 2026
Vermieter trägt Mitverantwortung (50 %)
Mieter zahlt nur noch Hälfte der Zusatzkosten
→ Mehr Fairness im System
Gaskosten senken – jetzt vergleichen
Egal welches Gesetz kommt: Ein günstiger Gastarif ist der größte Hebel. Postleitzahl eingeben, Tarife vergleichen, wechseln.
Gewinner und Verlierer des neuen Heizgesetzes
Profitieren
- Mieter – weniger Kostenrisiko durch faire Aufteilung
- Haushalte mit modernem Heizsystem (Wärmepumpe, Fernwärme)
- Flexible Tarife und Alternativenergien werden attraktiver
- Verbraucher, die regelmäßig Strom- und Gastarife vergleichen
Zahlen drauf
- Vermieter mit alten, ineffizienten Heizungen (höhere Kostenbeteiligung)
- Haushalte mit hohem Gasverbrauch (steigende CO₂-Kosten)
- Langfristig: alle, die auf fossile Energien setzen
- Vermieter, die Heizungstausch weiter aufschieben
Kritik am neuen Gesetz
Nicht alle sind zufrieden mit der Reform:
Was Umweltverbände kritisieren
- Klimaschutz wird gebremst – Abhängigkeit von Gas bleibt
- Steigende CO₂-Preise machen fossiles Heizen langfristig teurer
- Die Bio-Treppe könnte zu langsam sein für die Klimaziele
Risiko für Verbraucher
Was bedeutet das konkret für dich?
Für Mieter
Kosten werden fairer verteilt
CO₂-Kosten, Gaspreise und Netzentgelte teilen sich Mieter und Vermieter
Nebenkosten können trotzdem steigen
Die Energiepreise steigen generell – die Aufteilung macht es aber erträglicher
Strom- und Gasanbieter wechseln bleibt wichtig
Der größte Hebel zum Sparen: regelmäßig Tarife vergleichen
Für Eigentümer
Mehr Verantwortung bei den Heizkosten
Vermieter beteiligen sich an CO₂- und Betriebskosten
Entscheidung für Heizsystem wird wichtiger
Effiziente Systeme senken deine Kostenbeteiligung langfristig
Grüngasquote ab 2028 beachten
Auch bestehende Gasheizungen müssen schrittweise auf Biogas umstellen
Förderprogramme prüfen
Für Wärmepumpen und Sanierungen gibt es staatliche Zuschüsse
Der größte Hebel bleibt
Wie viel zahlst du zu viel für Gas?
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Fazit
Das neue Heizgesetz bringt mehr Fairness zwischen Mietern und Vermietern. Gas- und Ölheizungen bleiben erlaubt, aber mit steigenden Auflagen durch die Grüngasquote. Die Kostenteilung 50/50 ist ein wichtiger Schritt – aber kein Freifahrtschein.
Kurz zusammengefasst
Mehr Freiheit bei der Heizungswahl – Gas und Öl bleiben erlaubt
Neue Pflichten ab 2028/2029 – Grüngasquote steigt stufenweise
Kosten werden gerechter verteilt – 50/50 zwischen Mieter und Vermieter
Wer aktiv vergleicht und optimiert, spart am meisten
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Autor
GeizStrom Redaktion
Unsere Redaktion analysiert den deutschen Energiemarkt und erklärt komplexe Themen verständlich – damit du fundierte Entscheidungen für deinen Strom- und Gastarif treffen kannst.