Gesetze & Änderungen

Heizgesetz 2026: Das ändert sich jetzt für Mieter & Vermieter

Kostenbremse beschlossen: Mieter und Vermieter teilen sich künftig viele Heizkosten. Gas- und Ölheizungen bleiben erlaubt – aber mit Auflagen.

28. April 2026Aktualisiert: 1. Mai 20268 Min. Lesezeit

Heizgesetz 2026: Reform beschlossen

Die Bundesregierung hat sich auf eine Überarbeitung des Heizgesetzes geeinigt. Mehr Flexibilität, neue Kostenteilung.

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Die aktuelle Bundesregierung (CDU/CSU + SPD) hat sich auf eine Reform des umstrittenen Heizgesetzes geeinigt. Das bisherige Gesetz – oft als „Habeck-Heizungsgesetz“ bezeichnet – wird deutlich entschärft und flexibler gestaltet. Die wichtigste Neuerung: Eine Kostenbremse, die Mieter spürbar entlasten soll.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Heizgesetz wird überarbeitet und flexibler gestaltet
  • Mieter und Vermieter teilen sich künftig viele Kosten (50/50)
  • Gas- und Ölheizungen bleiben erlaubt – mit Auflagen ab 2029
  • CO₂-Kosten werden zwischen Mieter und Vermieter aufgeteilt
  • Ziel: Heizen bezahlbar halten – trotz Energiewende

Die wichtigste Änderung: Kostenbremse für Mieter

Bisher war die große Sorge vieler Mieter: Wer zahlt am Ende die Zeche für neue Heizungen und steigende Energiepreise? Die Antwort des neuen Gesetzes ist klar: Kosten werden geteilt.

Neue Kostenteilung: 50 % Mieter / 50 % Vermieter

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Kostenteilung

Künftig müssen sich Mieter und Vermieter viele Kosten teilen. Das betrifft:

  • CO₂-Kosten – bisher trugen Mieter den Großteil
  • Gaspreise (inkl. Biogas-Anteil)
  • Netzentgelte – ebenfalls hälftig
Achtung

Warum ist das so wichtig?

Bisher entschied der Vermieter über die Heizung – aber der Mieter zahlte die laufenden Kosten. Das schuf falsche Anreize: Vermieter hatten keinen Grund, in effiziente Heizungen zu investieren. Die neue Regel ändert das – wer eine teure Heizung einbaut, trägt nun Mitverantwortung für die Betriebskosten.

Gas- und Ölheizungen bleiben erlaubt

Eine der größten Änderungen gegenüber dem ursprünglichen Entwurf: Du darfst weiterhin eine Gasheizung einbauen und Ölheizungen nutzen. Das Verbot für fossile Heizungen ist vom Tisch.

Ab 2029: Steigende Pflicht für grünes Gas

Ab 2029 müssen Gasheizungen einen steigenden Anteil an „grünem Gas“ nutzen – zum Beispiel Biomethan oder synthetische Kraftstoffe. Diese sogenannte „Bio-Treppe“läuft stufenweise bis 2040.

Neue Regel: Grüngasquote ab 2028

Schon ab 2028 müssen auch bestehende Heizungen teilweise mit klimafreundlichen Alternativen betrieben werden. Der Pflichtanteil steigt stufenweise an:

Grüngasquote – geplanter Anstieg

202810%
203020%
203540%
204065%

CO₂-Kosten werden fair aufgeteilt

Der CO₂-Preis steigt weiter – 2026liegt er bei 55 €/Tonne. Die entscheidende Neuerung: Mieter zahlen nicht mehr alles allein. Künftig beteiligt sich der Vermieter an den CO₂-Kosten.

Bisher

Vermieter entscheidet über Heizung

Mieter zahlt laufende Kosten (100 %)

→ Falsche Anreize – teure Heizungen für Mieter

Neu ab 2026

Vermieter trägt Mitverantwortung (50 %)

Mieter zahlt nur noch Hälfte der Zusatzkosten

→ Mehr Fairness im System

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Gewinner und Verlierer des neuen Heizgesetzes

Profitieren

  • Mieter – weniger Kostenrisiko durch faire Aufteilung
  • Haushalte mit modernem Heizsystem (Wärmepumpe, Fernwärme)
  • Flexible Tarife und Alternativenergien werden attraktiver
  • Verbraucher, die regelmäßig Strom- und Gastarife vergleichen

Zahlen drauf

  • Vermieter mit alten, ineffizienten Heizungen (höhere Kostenbeteiligung)
  • Haushalte mit hohem Gasverbrauch (steigende CO₂-Kosten)
  • Langfristig: alle, die auf fossile Energien setzen
  • Vermieter, die Heizungstausch weiter aufschieben

Kritik am neuen Gesetz

Nicht alle sind zufrieden mit der Reform:

Was Umweltverbände kritisieren

  • Klimaschutz wird gebremst – Abhängigkeit von Gas bleibt
  • Steigende CO₂-Preise machen fossiles Heizen langfristig teurer
  • Die Bio-Treppe könnte zu langsam sein für die Klimaziele
Profi-Tipp

Risiko für Verbraucher

Auch wenn Gas- und Ölheizungen erlaubt bleiben: Der CO₂-Preis soll bis 2027 auf mindestens 65 €/Tonne steigen. Wer jetzt in eine neue Gasheizung investiert, muss mit steigenden Betriebskosten rechnen. Einen günstigen Gastarif zu finden, wird umso wichtiger.

Was bedeutet das konkret für dich?

Für Mieter

  • Kosten werden fairer verteilt

    CO₂-Kosten, Gaspreise und Netzentgelte teilen sich Mieter und Vermieter

  • Nebenkosten können trotzdem steigen

    Die Energiepreise steigen generell – die Aufteilung macht es aber erträglicher

  • Strom- und Gasanbieter wechseln bleibt wichtig

    Der größte Hebel zum Sparen: regelmäßig Tarife vergleichen

Für Eigentümer

  • Mehr Verantwortung bei den Heizkosten

    Vermieter beteiligen sich an CO₂- und Betriebskosten

  • Entscheidung für Heizsystem wird wichtiger

    Effiziente Systeme senken deine Kostenbeteiligung langfristig

  • Grüngasquote ab 2028 beachten

    Auch bestehende Gasheizungen müssen schrittweise auf Biogas umstellen

  • Förderprogramme prüfen

    Für Wärmepumpen und Sanierungen gibt es staatliche Zuschüsse

Erfolg

Der größte Hebel bleibt

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Fazit

Das neue Heizgesetz bringt mehr Fairness zwischen Mietern und Vermietern. Gas- und Ölheizungen bleiben erlaubt, aber mit steigenden Auflagen durch die Grüngasquote. Die Kostenteilung 50/50 ist ein wichtiger Schritt – aber kein Freifahrtschein.

Kurz zusammengefasst

  • Mehr Freiheit bei der Heizungswahl – Gas und Öl bleiben erlaubt

  • Neue Pflichten ab 2028/2029 – Grüngasquote steigt stufenweise

  • Kosten werden gerechter verteilt – 50/50 zwischen Mieter und Vermieter

  • Wer aktiv vergleicht und optimiert, spart am meisten

Mehr zum Thema Energiekosten: CO₂-Preis und seine Auswirkungen | Gasvergleich 2026 | Gasspartipps | Stromvergleich

Autor

GeizStrom Redaktion

Unsere Redaktion analysiert den deutschen Energiemarkt und erklärt komplexe Themen verständlich – damit du fundierte Entscheidungen für deinen Strom- und Gastarif treffen kannst.

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Häufige Fragen

Häufige Fragen zum Heizgesetz 2026

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Das reformierte Heizgesetz 2026 bringt vor allem eine Kostenbremse für Mieter: CO₂-Kosten, Gaspreise und Netzentgelte werden künftig zwischen Mietern und Vermietern aufgeteilt (meist 50/50). Gas- und Ölheizungen bleiben erlaubt, müssen aber ab 2029 steigende Anteile an grünem Gas nutzen.

Ja, der Einbau von Gas- und Ölheizungen bleibt erlaubt. Allerdings gilt ab 2029 eine steigende Pflicht zum Einsatz von Biomethan oder synthetischen Kraftstoffen (sogenannte „Bio-Treppe“). Bis 2040 soll der Anteil grüner Gase schrittweise erhöht werden.

Künftig teilen sich Mieter und Vermieter die CO₂-Kosten in der Regel hälftig (50/50). Bisher trugen Mieter den Großteil der laufenden Heizkosten allein. Die Neuregelung soll Vermietern einen Anreiz geben, in effizientere Heizsysteme zu investieren.

Ab 2028 müssen auch bestehende Gasheizungen einen gewissen Anteil klimafreundlicher Gase nutzen – etwa Biogas oder synthetische Kraftstoffe. Der Pflichtanteil steigt stufenweise an (Bio-Treppe). Ziel ist, fossile Heizungen schrittweise klimafreundlicher zu machen.

Auch wenn das Heizgesetz die Kosten fairer verteilt, bleiben die Energiepreise hoch. Der wichtigste Hebel ist ein regelmäßiger Vergleich deines Strom- und Gastarifs – damit sparst du typischerweise 200–500 € pro Jahr. Zusätzlich hilft bewusstes Heizen und Lüften.