Strompreise

Strompreisentwicklung 2026: Warum steigen die Preise?

Netzausbau, CO₂-Preis, Großhandelskosten – drei Kräfte treiben 2026 die Strompreise. Wir erklären die Hintergründe und geben eine Prognose bis 2030.

15. Januar 2026Aktualisiert: 1. Mai 20267 Min. Lesezeit

Strompreise 2026: Erneut gestiegen

Netzentgelte, CO₂-Preis und Großhandelskosten treiben die Preise weiter nach oben.

+12%

Strompreise steigen 2026weiter – aber warum eigentlich? Während die aktuellen Preise pro kWhoft im Fokus stehen, lohnt sich ein Blick hinter die Kulissen: Welche politischen und wirtschaftlichen Kräfte treiben die Kosten? Und was bedeutet das für die nächsten Jahre?

Strompreis 2026 auf einen Blick

  • Durchschnittspreis: ca. 36 ct/kWh für Neukunden (Richtwert)
  • Netzentgelte machen ca. 25 % des Preises aus – Tendenz steigend
  • CO₂-Preis: 55 €/Tonne (2021: 25 €)
  • Ersparnis durch Anbieterwechsel: typischerweise 200–500 €/Jahr

Die drei Preistreiber 2026

Der Strompreis besteht aus drei großen Blöcken: Beschaffung & Vertrieb, Netzentgelte sowie Steuern und Abgaben. 2026treiben vor allem drei Faktoren die Preise nach oben – und keiner davon wird kurzfristig verschwinden.

Strompreis-Zusammensetzung

Beschaffung & Vertrieb40%
Netzentgelte25%
Steuern, Abgaben & Umlagen35%

1. Netzentgelte: Der größte Kostentreiber

~25%

des Strompreises

Deutschlands Stromnetze werden für die Energiewende massiv ausgebaut. Allein der Ausbau der Übertragungsnetze (Nord-Süd-Trassen) kostet zweistellige Milliardensummen. Diese Kosten werden über die Netzentgelte auf alle Verbraucher umgelegt.

Besonders betroffen:Regionen mit viel Windstrom-Einspeisung (Norddeutschland), in denen die lokalen Netze stärker belastet werden. Hier sind die Netzentgelte teilweise doppelt so hoch wie im Süden.

2. CO₂-Preis: Politisch gewollter Anstieg

55 €

pro Tonne CO₂

Der CO₂-Preis ist 2026 auf 55 €/Tonnegestiegen (2021: 25 €). Dieser Preis verteuert die Stromerzeugung aus fossilen Quellen – Kohle und Gas – und fließt indirekt in den Endkundenpreis ein. Die Bundesregierung plant weitere Erhöhungen bis mindestens 65 €/Tonne.

Mehr zu den konkreten Auswirkungen auf deine Rechnung in unserem Artikel zum CO₂-Preis und seine Folgen.

3. Großhandelspreise: Normalisierung auf höherem Niveau

Nach den extremen Preisspitzen 2022/2023 (bis zu 70 ct/kWh an der Börse) haben sich die Großhandelspreise normalisiert – liegen aber weiterhin über dem Vor-Krisen-Niveau von 2019/2020. Geopolitische Risiken und die Abhängigkeit von Gasimporten bleiben Unsicherheitsfaktoren.

Info

Gut zu wissen

Die drei Preistreiber wirken unabhängig voneinander. Selbst wenn die Großhandelspreise sinken, steigen die Gesamtkosten durch höhere Netzentgelte und den CO₂-Preis weiter an. Ein regelmäßiger Tarifvergleich bleibt daher der wichtigste Hebel für Verbraucher.

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CO₂-Preis-Entwicklung: Von 25 auf 55 €

CO₂-Preis pro Tonne (in €)

202125
202230
202330
202445
202550
202655

Prognose: Wie entwickeln sich Strompreise bis 2030?

Preisentwicklung bis 2030

Einschätzung basierend auf aktueller Markt- und Regulierungslage

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Die meisten Energieexperten gehen davon aus, dass die Strompreise in den nächsten Jahren nicht sinken werden. Zwar senken Wind- und Solarstrom langfristig die Großhandelspreise – aber der Effekt wird durch steigende Netzkosten und den höheren CO₂-Preis mehr als kompensiert.

Gewinner und Verlierer

Die Preisentwicklung trifft nicht alle gleich. Wer in der Grundversorgungbleibt, zahlt die vollen Preiserhöhungen – ohne Wettbewerbsdruck hat der Grundversorger keinen Anreiz, günstige Preise anzubieten.

Profitieren

  • Wer regelmäßig Tarife vergleicht und wechselt
  • Verbraucher mit Ökostrom-Tarif (weniger CO₂-Preis-Effekt)
  • Nutzer dynamischer Tarife mit flexiblem Verbrauch
  • Haushalte mit eigener Solaranlage

Zahlen drauf

  • Grundversorgungs-Kunden ohne Tarifvergleich
  • Haushalte mit altem, nie gekündigtem Vertrag
  • Verbraucher mit hohem Verbrauch und Normaltarif
  • Mieter ohne Zugang zu eigenem Solarstrom
Achtung

Wer besonders aufpassen sollte

Wenn du seit mehr als 12 Monaten im gleichen Tarif bist, hast du wahrscheinlich eine Preiserhöhung mitgemacht, ohne zu handeln. Ein kurzer Vergleich zeigt dir, wie viel du aktuell zu viel zahlst.

Was du konkret tun kannst

Gegen Netzentgelte und CO₂-Preis kannst du wenig tun – aber du kannst kontrollieren, was du insgesamt zahlst:

Dein Aktionsplan gegen steigende Strompreise

  • Anbieter wechseln

    Der wirksamste Hebel – typischerweise 200–500 € Ersparnis pro Jahr

  • Ökostrom prüfen

    Oft gleich teuer oder günstiger – und weniger vom CO₂-Preis betroffen

  • Dynamische Tarife in Betracht ziehen

    Wer flexibel ist, profitiert von Niedrigpreisphasen

  • Verbrauch optimieren

    Weniger kWh = weniger Kostensteigerung

Mehr Infos: Stromvergleich starten | Ökostrom-Tarife | Dynamische Stromtarife | Stromspartipps

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Fazit: Preise steigen – aber du musst es nicht einfach hinnehmen

Die Strompreisentwicklung zeigt klar nach oben: Netzausbau, CO₂-Preis und Elektrifizierung treiben die Kosten. Wer aber aktiv vergleicht und wechselt, kann die Mehrkosten mehr als kompensieren. Der beste Zeitpunkt zum Handeln ist jetzt – denn je länger du wartest, desto mehr zahlst du unnötig drauf.

Alle aktuellen kWh-Preise und Tarifarten im Überblick findest du auf unserer Seite Strompreise 2026.

Autor

GeizStrom Redaktion

Unsere Redaktion analysiert den deutschen Energiemarkt und erklärt komplexe Themen verständlich – damit du fundierte Entscheidungen für deinen Strom- und Gastarif treffen kannst.

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Häufige Fragen

Häufige Fragen zur Strompreisentwicklung 2026

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Die Haupttreiber 2026 sind steigende Netzentgelte für den Ausbau der Stromnetze, der höhere CO₂-Preis (55 €/Tonne) und nach wie vor erhöhte Beschaffungskosten auf dem Großhandelsmarkt. Diese drei Faktoren zusammen treiben den Endkundenpreis nach oben.

Der Strompreis besteht aus drei Blöcken: Beschaffung & Vertrieb (ca. 40 %), Netzentgelte (ca. 25 %) und Steuern, Abgaben & Umlagen (ca. 35 %). Die Netzentgelte steigen besonders stark, weil der Netzausbau für die Energiewende Milliarden kostet.

Ein deutlicher Rückgang ist kurzfristig unwahrscheinlich. Die Netzentgelte steigen durch den Ausbau weiter, der CO₂-Preis soll bis 2027 auf mindestens 65 €/Tonne steigen. Verbraucher können aber durch einen Anbieterwechsel die Gesamtkosten deutlich senken.

Der wirksamste Hebel ist ein Tarifvergleich und Anbieterwechsel – damit sparst du typischerweise 200–500 € pro Jahr. Zusätzlich helfen Verbrauchsreduzierung und der Umstieg auf Ökostrom, der vom CO₂-Preis weniger betroffen ist.